DSLV HV in Kiel

| Der Deutsche Sportlehrerverband tagte diesmal zu seiner Hauptvorstandssitzung vom 17.-18.05.2019 im hohen Norden Deutschlands – in Kiel. Für den Sportlehrerverband Sachsen nahmen daran Silke Wolf-Weichelt und Paul Döring teil. Im parallel stattfindenden Nachwuchs-Workshop nutzte unsere Volontärin Claudia Pfeil die Gelegenheit sich mit den jüngeren Vertretern der anderen Landesverbänden auseinanderzusetzen.

Achim Rix, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein, begrüßte als Gastgeber die Teilehmenden aus 14 Bundesländern sowie 15 eingeladene Nachwuchskräfte im Tagungsraum nahe der Kieler Förde.

Das Treffen in Kiel stand, nach der Sitzung in Oberhof, unter besonderen Vorzeichen, denn die Neupositionierung in struktureller aber auch inhaltlicher Ausrichtung wurde im Vorfeld teils kontrovers diskutiert und sollte nun in konkrete Arbeitsziele und Vereinbarungen überführt werden.

Die Berichte der Vertreter des Bundesvorstandes enthielten eine Reihe von interessanten Gesprächen und Tagungen (u.a. DOSB, BMI, EUPEO), die aus unserer Sicht jedoch insgesamt noch mehr konkrete Arbeitsergebnisse liefern könnten.
Besonders hervorzuheben ist die im September diesen Jahres stattfindende KMK-Sitzung zum Thema „Qualitätssicherung im Schulsport“. Da der fachfremde Einsatz vor allem im Grundschul-Bereich und die zunehmende Zahl an Seiteneinsteigern in allen Bundesländern genau diese Sicherung in Zukunft nicht einfacher werden lassen. Wir werden für Euch mit einem Vertreter des Landesverbandes Sachsens daran teilnehmen und im Anschluss berichten.

Die im nächsten Tagesordnungspunkt geplante Themenfindung zur Neupositionierung des Deutschen Sportlehrerverbandes gestaltete sich zusehends als wahrer Kraftakt. Eine im Vorfeld erfolgte Abfrage der Landesverbände brachte vielschichtige, inhaltliche Ausrichtungen hervor. In der Diskussion wurde dabei aber schnell deutlich, dass diese in ihrer Wichtung und Priorität stellenweise vollkommen unterschiedlich eingeordnet wurden. Also galt für den kommenden Tag das Ziel, den kleinsten gemeinsamen Nenner und gleichzeitig die größtmögliche gemeinsame Schnittmenge zu finden. Dies erfolgte nun in einer schriftlichen Abfrage aller Teilnehmer.

Zum Ausklang des ersten Tages ging es in das Kieler Schiffahrtsmuseum zur Ausstellung des Kieler Matrosenaufstandes. Hier beeindruckte unser Gastgeber mit fundierten geschichtlichen Kenntnissen bei einer aufschlussreichen und kurzweiligen Führung durch die Geschehnisse bis zum Jahre 1918. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen. Mit Blick auf die Kieler Förde konnten sich die Vertreter der einzelnen Landesverbände in ungezwungener Atmosphäre in informellen Gesprächen austauschen.

Am zweiten Tagungstag ging es nun an die Bearbeitung der gewählten Schwerpunkte „Interne Kommunikation“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Sport in der Grundschule“ und „Aus-, Fort- und Weiterbildung“. Dazu wurden Arbeitsgruppen gebildet, die dem übergeordneten Ziel „Qualität von Sportunterricht“ konkrete Arbeitsergebnisse liefern sollen.
Die Arbeit in den Kleingruppen erbrachte konkrete Ziele, Arbeitsschritte und Verantwortlichkeiten, die nun in eine Projektphase bis zur kommenden Hauptvorstandssitzung in Hamburg übergehen soll. Dort sollen belegbare Ergebnisse, die die zukünftige Arbeit des Bundesverbandes und der Landesverbände in struktureller Hinsicht stützen können, präsentiert und gleichzeitig Leitlinien und Standards formuliert werden, die die Stellung und Wichtigkeit des Sportunterrichtes in der Gesellschaft, aber auch in der Ausbildung und gegenüber der Politik weiter schärfen und stärken soll.

Wir danken an dieser Stelle dem gesamten Landesverband Schleswig-Holstein für die Gastfreundschaft und insbesondere Achim Rix für die ergebnisorientiere Moderation der Tagung.
Nun liegt es an den Mitgliedern des Bundesvorstandes und den Vertretern der Landesverbände die ausgerufenen, hehren Ziele mit ehrenamtlichen Engegament zu erfüllen.

Mit der Verabschiedung der Kieler „Thesen“ zum Sportunterricht ist eine erste Reaktion für die Sicherstellung und Verbesserung der Bedingungen von Sportunterricht und Schulsport gesetzt. Der Landesverband Sachsen hofft, dass weitere Arbeitsergebnisse diesem folgen werden.

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