Sportlehrermangel – Runde 3

| Unsere Kommunikation mit dem SMWK zum Thema „Niedrige Zulassungszahlen zum Sportlehramtsstudium an Sachsens Universitäten“ geht in die dritte Runde.

Die uns erreichte Antwort von Frau Staatsministerin Dr. Eva-Marie Stange hat nun als weiteres Argument (neben der fehlenden Zuarbeit durch das SMK) einen Gesetzestext (die Kapazitätenverordnung) gegen eine alsbaldige Erhöhung der Studierendenzahlen im Sportlehramt an Grund- und Förderschulen aufgeführt. In der Kapazitätenverordnung ist im Endeffekt verankert, dass die Universitäten personelle sowie räumliche Grenzen haben und sich auch daran (zusammen mit der Bedarfsplanung durch das SMK) die Studierendenzahlen orientieren.

Das SMWK gibt damit ganz eindeutig das Heft des Handelns in die Hände des SMK. Von dort muss der vermehrte Bedarf an Sportlehrkräften gemeldet werden. Erst dann kann eine Erhöhung der Studierendenzahlen, sofern es die Kapazitätenverordnung hergibt, erfolgen.

Auch an das SMK haben wir uns in einem Brief mit genau diesem Anliegen gewandt. Eine endgültige Antwort steht noch aus. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfs an Sportlehrkräften (siehe vermehrte Einstellung von Seiteneinsteigern mit den Abschlüssen Sport-Diplom, -Master und auch -Bachelor) sind wir gespannt, welche Argumente das SMK gegen eine Erhöhung der Studierendenzahlen vorbringen könnte. Die Hoffnung besteht jedoch, dass unser Impuls genutzt wird, um im Sinne der Gesundheit und bewegten Lebensweise der Kinder zu handeln.

Zum Thema „Wiedereinführung des Studiums im Sportlehramt an berufsbildenden Schulen in Sachsen“ hat sich Frau Dr. Stange in ihrem Antwortbrief nicht geäußert. Einst wurde es an der Universität Leipzig in Verbindung mit der Wirtschaftspädagogik angeboten. Dass die Wirtschaftspädagogik in den letzten Jahren und auch aktuell um ihre Akkreditierung bangen muss, ist kein gutes Zeichen. Denn, wenn dieser letzte berufsbildende Lehramtsstudiengang an der Universität Leipzig geschlossen werden sollte, wäre die Einführung des Studiengangs Sport an berufsbildenden Schulen noch unwahrscheinlicher.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.