Quo vadis Bundesverband?

Delegierte der Landesverbände und Mitglieder des Bundesvorstandes

| Der Sportlehrerverband Sachsen drängt mit seiner Initiative „Mitgliedschaft im Bundesverband – Mehrwert für wen?“ auf Reformen auf Bundesverbandsebene und stößt unter teils kontroversen Diskussionen ein Nachdenken in der Hauptvorstandssitzung des Deutschen Sportlehrerverbandes an.

Im Wintersportzentrum Oberhof tagte am 30.11. bis 01.12.2018 der Deutsche Sportlehrerverband zur jährlichen Hauptvorstandssitzung (HV) unter organisatorischer Federführung des Sportlehrerverbandes Thüringen, welchem wir vorab für die perfekte Organisation und Gastfreundschaft danken wollen. Besonders nachhaltig bleibt uns die fachkundige Rettungsaktion des Oberhofer Winterdienstes in Erinnerung, da uns das Glatteis dieser Hauptvorstandssitzung bis in das Oberhofer Biathlonstadion verfolgte. Dennoch genossen wir die erfrischende und lebensnahe Führung des Biathlonurgesteins Gerhard Köhler durch diverse Sportanlagen (Sprungschanze am Kanzlergrund, DKB-Skisporthalle, Rodelbahn).

Hauptgegenstand der Diskussion im Plenum der HV war der vom Sportlehrerverband Sachsen initiierte Tagesordnungspunkt „Mitgliedschaft im Bundesverband – Mehrwert für wen?“. In einer offenen und kontrovers geführten Gesprächsrunde zeigten sich recht schnell die unterschiedlichen Ausrichtungen der einzelnen Landesverbände und damit verbundenen Bedürfnisse in Bezug auf das Binnenverhältnis im Bundesverband. Als zweites Spannungsfeld stand die wahrgenommene Identität des Bundesverbandes im Raum. Einerseits als Lobbyverband auf Bundes- und europäische Ebene (KMK, DOSB, EUPEA) oder anderseits als dienstleistender Berufsverband und damit Unterstützer der Landesverbände, die sich dann auch positiv bis zu unseren Mitgliedern an der Basis auswirkt.

Wir als Sportlehrerverband Sachsen sehen vor allem im zweiten Punkt einen notwendigen Mehrwert unserer Mitgliedschaft im Bundesverband. Schlussendlich muss dies in naher Zukunft der kommenden HV in Kiel im Mai 2019 konstruktiv auf den Weg gebracht werden. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die geplante Verschmelzung eines Nachwuchsworkshops mit der traditionellen HV, die sich speziell mit diesem Schwerpunkt „Strukturreform im Bundesverband“ beschäftigen wird.

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